Napfringer geben sich keine Blösse

14. November 2010

Die Hergiswiler Ringer werden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnen mit 26:13 gegen das einsatzgeschwächte Schattdorf. Der Fahrplan stimmt, denn mit einem Sieg aus den beiden verbleibenden Kämpfen kann die Finalteilnahme besiegelt werden!

Im ersten Kampf des Abends bewies Marco Hodel wiederholt, dass er auch im Greco keinen Gegner zu scheuen hat. Er holte gegen den Routinier Stephan Imholz mit einem kontrollierten Punktesieg die ersten Punkte aufs Konto der Napfringer. Alleine das Erscheinen des Eidgenossens Willi Graber löste bei den Zuschauern Freudegefühle aus. Gegen den ehemaligen Internationalen Michi Jauch vermochte er jedoch nichts Zählbares zu verbuchen. Willi machte Druck und lief in Jauch’s gefürchtete Hüfter. Ein hochstehendes Duell lieferten sich die beiden Kaderringer Thomas Wisler und Sven Gamma. Thomas behielt die Oberhand und punktete seinen Gegner im zweiten Kampfabschnitt gar aus. Bis 96kg trat Werner Suppiger gegen den Vize-Olympiasieger von 2008 auf die Matte! Werni zeigte einen super Kampf und war der ungarischen Verstärkung der Urner vom Stand ebenbürdig. Es gelang ihm gar, der RRH bei einem missglückten Durchdreher des Ungaren einen Mannschaftspunkt zu sichern.

Ganz grosses Kino gab es beim letzten Kampf vor der Pause. Unser Olympia-Anwärter Patrick Stadelmann begeisterte das Publikum mit spektakulären Würfen. Mit einer sehenswerten 5er-Wertung fegte er Gabriel Gisler regelrecht von der Matte. Patrick zeigte eine tolle Leistung, welche ihm verdientermassen die Auszeichnung zum Ringer des Abends einbrachte.

RRH Top-Fighter des Abends: Patrick Stadelmann

Patrick begeisterte das Publikum mit spektakulären Würfen!

Leider kampflose Sieger waren Thomas Suppiger und Urs Zemp. Danach hatte unser Ukrainer Khavilov Oleksander seine Aufgabe zu erledigen. Dies tat er auch, lief jedoch zum Stirnrunzeln der Hergiswiler in beiden Kampfabschnitten in einen Hüftschwung. Im Dienste der Mannschaft trat das letztwöchige Geburtstagskind Raphael Kaufmann wiederholt im für ihn ungewohnten Greco an. Er kämpfte beherzt, konnte jedoch gegen den kräftigen Pascal Gisler keinen Punkt erzielen. Zum Abschluss kam es zum Duell der beiden Super-Techniker Alen Kacinari und Adrian Schuler. Alen zeigte, mit seinem klaren Punktesieg, dass er der Meister auf der Matte ist. Aus teilweise für andere Ringer aussichtslosen Situationen vermochte er sich zu befreien und punktete gar selber.

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