Keine einfache Aufgabe für den Leader

11. November 2010

Am Samstag treffen die Hergiswiler Ringer zuhause auf Schattdorf. Coach Hanspeter Wisler warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.

 

 

Die Rollen in der Begegnung zwischen Hergiswil und Schattdorf sind klar verteilt. Hergiswil ist Vizemeister und Tabellenleader, die Urner Aufsteiger und Schlusslicht. Alles andere als ein Sieg wäre für die Napfringer eine grosse Enttäuschung. Dennoch mahnt der Hergiswiler Coach zur Vorsicht. „Es wird ein knapper Kampf“, sagt Hanspeter Wisler. „Am Schluss kann eine Begegnung den Ausschlag geben.“ Auch wenn es in der Tabelle eine klare Zweiteilung gebe: „Einfache Gegner gibt es in dieser Saison nicht.“ Schattdorf habe eine gute Mannschaft. Vor allem in den oberen Gewichtsklassen seien die Urner sehr gut besetzt, so Wisler.

 

Die Hergiswiler werden also auch morgen in Topbesetzung antreten. Wisler bedauert in diesem Zusammenhang, dass es in der NLA nicht mehr Kämpfe pro Saison gibt. „Denn wenn wir uns den einen oder anderen Ausrutscher leisten könnten, könnten wir mehr Junioren einsetzen und sie so NLA-Erfahrung sammeln lassen.“ Das ist zurzeit nicht möglich. Im Kampf um die Finalteilnahme ist jeder Punkt entscheidend. Nachwuchsringer, die nicht bereits zum Stamm gehören, werden in der Regel nur gegen starke Gegner eingesetzt, gegen die eine Niederlage budgetiert ist – und nicht gegen schlagbare Gegner. „Das Risiko einer unnötigen Niederlage wäre zu gross“, sagt Wisler.

 

Ausgeglichenheit und Zusammenhalt

 

Trotz dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammringer Martin Suppiger läuft es den Hergiswilern bislang ausgezeichnet. Was macht die Stärke dieser Mannschaft aus? „Ihre Ausgeglichenheit und ihr guter Zusammenhalt“, sagt Hanspeter Wisler. „Die ganze Mannschaft kennt sich seit Jahren. Es sind alles Hergiswiler Eigengewächse und alle ungefähr gleich alt. Das verbindet.“ Gleichzeitig sei es erstaunlich, wie routiniert das junge Team bereits auftrete.

 

Zurzeit ist Hergiswil auf Finalkurs. Dennoch warnt Wisler: „Vor dem 4. Dezember ist noch nichts entschieden.“ Dann trifft Hergiswil auf Kriessern. Das werde ein sehr wichtiger Match. Ausser, bleibt anzufügen, Hergiswil schlägt am 20. November auswärts Willisau. Das werde aber äusserst schwer, so Wisler. Denn: „Ich schätze Willisau in diesem Jahr leicht stärker ein als uns. Auch sie sind sehr ausgeglichen. Dazu haben sie einige routinierte Ringer, die fast nicht zu schlagen sind.“

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