Einen grossen Schritt Richtung Final machen

29. Oktober 2010

Entschieden ist nach dem morgigen Match noch nichts. Aber in der Begegnung zwischen Hergiswil und Freiamt werden ganz wichtige Weichen im Kampf um den Finaleinzug gestellt.

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Nervös sei er nicht mehr als vor einem anderen Match, sagt der Hergiswiler Ringer Thomas Suppiger. Aber er weiss: «Die Begegnung gegen Freiamt ist sehr wichtig. Wer gewinnt, hat die besten Voraussetzungen im Kampf um den Finaleinzug.»

Der RC Willisau hat mit seinem Sieg gegen Freiamt vor Wochenfrist bereits einen riesigen Schritt Richtung Final gemacht. Nun will Hergiswil aus Hinterländer Sicht nachdoppeln. Mit einem Sieg würden die Napfringer mit Willisau gleichziehen – und könnten sich im Verlauf der Rückrunde gar noch eine Niederlage leisten, um dennoch in den Final zu kommen. Freiamt dagegen müsste danach auf eine Hergiswiler Niederlage gegen Willisau und einen Stolperer gegen einen der «Kleinen» hoffen. Umgekehrt wäre Hergiswil nach einer Niederlage auf einen Freiämter Ausrutscher angewiesen.

Ausgeglichene Kräfteverhältnisse

Einen Favoriten gibt es morgen nicht. Die Hergiswiler haben im ersten Saisonmatch gegen die Aargauer relativ knapp verloren. Das aber bei WM-Absenzen von Patrick Stadelmann und Thomas Suppiger. Zwar fehlte bei Freiamt auch Pascal Strebel. Doch hätten beide Mannschaften voll aufstellen können, wäre Hergiswil mindestens ebenbürtig gewesen. Der morgige Kampf verspricht also nicht nur aufgrund der Ausgangslage, sondern auch wegen der ausgeglichenen Kräfteverhältnisse viel Spannung.

«Der Match wird so eng wie derjenige gegen Willisau», sagt Thomas Suppiger. «Und wir werden auch morgen wieder alles geben – denn jeder Punkt kann entscheidend sein.» Freiamt habe gegen Willisau eine starke Leistung gezeigt. Angst hätten sie vor dem Meister aber nicht. «Auch wir haben in dieser Saison bislang gut gekämpft. Und wir sind topmotiviert.» Thomas Suppiger ist einer der ganz wichtigen Ringer im Team der Hergiswiler. Er hat Nerven wie Drahtseile. In der letzten und in der laufenden Saison gewann er bisher jeden seiner Kämpfe – meistens, ohne je in Bedrängnis zu geraten. Und das, obwohl er in der Gewichtsklasse bis 84 Kilogramm die Hälfte der Kämpfe als Letzter bestreitet und diese häufig entscheidend sind.

Morgen ist Thomas Suppiger bereits als Zweitletzter an der Reihe. «Wenn ich mit einem Sieg die Vorentscheidung schaffen könnte, wäre das natürlich sehr schön», sagt er. So oder so aber werde der morgige Kampf ein Highlight: «Ich freue mich auf die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer und die gute Stimmung.»

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