Die Napfringer müssen zum Abschluss der Vorrunde die zweite Niederlage hinnehmen und belegen damit mit Willisau zusammen den dritten Tabellenrang. Keine Mannschaft blieb unbesiegt, was eine spannende Rückrunde verspricht.
Das Duell gegen Freiamt war bis zum Schluss offen. Trotz deutlicher Leistungssteigerung der Hergiswiler behielten die Aargauer das bessere Ende für sich.
Der Start verlief wiederum nach Drehbuch. Thomas Wisler besiegte den neu-Freiämter Roland Ruch souverän und sicherte der RRH die ersten drei Punkte. Thomas zeigt auf der Matte eine Routine, die gar den Altmeister erblassen liess. Mit fünf Siegen aus den fünf Kämpfen (mit nur 2 abgegebenen Punkten!) führt er das aktuelle NLA-Einzelklassement an! In der Vorrunde ebenfalls unbesiegt blieb Martin Suppiger. Die Gegner können noch so schwer und mächtig sein, unser „Dinu“ bringt alle aus der Verankerung! Auch dem aufstrebenden Sven Neyer zeigte er den Meister und liess ihm keine Chance auf einen Punktegewinn.
Nach phänomenaler Leistung an der Kadetten-EM konnte Marco Hodel in der heimischen Liga noch nicht Fuss fassen. Sein Können liess er im ersten Kampfdrittel kurz aufblitzen. Im für ihn ungewohnten Greco-Stil schickte Marco den um einiges routinierteren Reto Stadelmann mit 5:0 in die Drittelspause. Danach wendete sich das Blatt und er musste die Matte als Unterlegener verlassen. Ebenfalls unter seinem Wert liess sich Werner Suppiger von Pascal Gurtner schlagen. Der Kampf war geprägt von taktischen Aktionen, was für das Duell der beiden „Ringer-Schwinger“ eher ungewohnt ist.
Ohne Durchschlagskraft agierte Pascal Jungo gegen Thomas Murer, holte jedoch einen Mannschaftspunkt. Obwohl beide offenen Kämpfe vor der Pause verloren gingen, stimmte das Zwischenresultat von 9:10 die Napfringer durchaus positiv.
Nach bislang verhaltenen Kämpfen demonstrierte Akos Korica, welche Leistung er abrufen kann. Mit spektakulären Würfen begeisterte er das Publikum und sicherte sich verdientermassen die Auszeichnung zum RRH-Top-Fighter des Abends! Akos schien den Kampf gegen Manuel Stierli bereits mit 2x 6:0 gewonnen zu haben, als der Freiämter ohne etwas verlieren zu können, schneller reagiert und sich auf dem Boden auf seinen Gegner wirft. Aus dem 4:0 wurde durch die umstrittene Einer-Wertung ein 3:1.
Der Hergiswiler-Express verlor an Fahrt. Patrick Stadelmann musste gegen Christoph Küng über die volle Kampfdauer und zeigte ungewohnte Mühe. Es war nicht sein Tag und nicht sein Kampf. Dass Patrick trotzdem gewann und der RRH die Punkte sicherte, zeugt von seiner Klasse, auch wenn er diese nicht aufblitzen liess. Aus taktischen Gründen trat Thomas Suppiger wiederum im Freistil an. Auf der Matte kämpfte jedoch nicht der Thomas, welchen wir kennen. Gegen Sandro Vollenweider zog er seinen schwarzen Abend ein. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass der internationale Kalender leider kontrovers zu unserer Mannschaftsmeisterschaft steht. Trotzdem stellen sich die Internationalen aller Mannschaften mit vollem Einsatz, wie jeder Ringer hinter deren Teams.
Gegen Ivan Kron konnte Raffi Kaufmann keinen Exploit landen. Die weiteren drei Punkte verschafften den Freiämtern eine offene Ausgangslage für den finalen Kampf, in welchem sie mit Pascal Strebel zudem den Trumpf in ihren Reihen besassen. Urs Zemp stellte sich einmal mehr in die Dienste der Mannschaft, was hohe Anerkennung verdient. Gegen den letztjährigen WM-7ten konnte er jedoch den Triumpf der Aargauer nicht abwenden.
Die Rückrunde startet mit den beiden nicht zu unterschätzenden Pflichtaufgaben gegen Schattdorf und Brunnen. Danach stehen wiederum die Spitzenkämpfe Kriessern, Willisau und Freiamt auf dem Programm. Die Ausgangslage an der Spitze ist offen. Die Vorrunde hat gezeigt, dass jeder kann jeden schlagen kann; Spannung ist weiterhin garantiert!




